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der Mensch von Tucholsky
wenn die Haut juckt




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Sinn kann nicht gegeben,
sondern muss gefunden
werden.

- Viktor E. Frankl -

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Beispiele Depressionen

Als die Ängste von Lisa immer schlimmer wurden und sie das
Haus kaum mehr verlassen konnte, wusste sie, jetzt brauche ich
Hilfe. Schon seit einiger Zeit war sie immer müde und alles, was
sie vorher mit Freude machte, kostete sie ungewohnt viel Kraft.

Lisa zog sich immer wie mehr zurück. Oft musste sie Ausreden
erfinden, weil ihr alles zu viel wurde. Sogar bei den Freunden und
beim Sport, wo sie immer gerne mit dabei war.

Sie hatte Panikattaken und wusste selber nicht, was mit ihr los war.
Das Essen schmeckte ihr nicht mehr, sie grübelte, konnte nachts
nicht mehr richtig schlafen, Rückenschmerzen plagten sie und das
ständige Gefühl, sie hätte einen Kloss im Hals, begleitete sie auch
schon länger.



Lebenssituation von Lisa
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Schauen wir nebst den Symptomen auf das Leben von Lisa, damit
wir besser verstehen können, was zu ihrer Depression geführt hat.

Lisa lebte in einer partnerschaftlichen Beziehung zu Paul, die seit
längerem nicht mehr erfüllend war. Wenn er da war, hockte er vor
allem vor dem Fernseher, half nichts mit im Haushalt, nörgelte aber
andauernd an ihr herum und nervte sie mit seinen Eifersüchteleien.

Sie hatte zwei Jobs, weil sie sonst nicht genug Geld verdiente, um
ihren Lebensstandard aufrecht zu erhalten.

Über einen längeren Zeitraum führte sie nebst ihrem Haushalt auch
noch den ihrer Eltern, weil die Mutter wegen einer Psychose in die
Klinik musste. Sie kochte für Vater und zwei Brüder in dieser Zeit.

Als die Mutter wieder zu Hause war, hatte Lisa sie liebevoll in den
Alltag integriert, und sie begleitet bis sie alles wieder alleine machen
und ein selbständiges Leben führen konnte.

Nebst alledem war Lisa oft beim Sport und beim Tanzen. Auch in
einem Verein war sie tätig. Schon vor Jahren wollte sie aber dort
aussteigen, weil es ihr einfach zu viel wurde. Aber immer wieder
sagte sie ja, wenn sie für das ein oder andere angefragt wurde.



Wenn Symptome ehrlich machen
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Es ist nicht erstaunlich, dass die Depression genau dann kam, als
die Mutter von Lisa wieder selbständig funktionieren konnte und die
Beziehung zu Peter durch ihre Depression in die Brüche ging. Wie
wenn jetzt Zeit wäre für einen Rückzug, Zeit für Lisa.

Die Symptome machen ehrlich, sagt Rüdiger Dahlke. Wenn eine
Depression zu Abgrenzung und Rückzug zwingt, ist das keine
Faulheit, sondern Notwendigkeit. Die Energie wird jetzt für inneres
Wachstum gebraucht.




Psychotherapie
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Lisa ging direkt zu einem Psychotherapeuten, weil sie spürte, dass
es etwas Psychisches sein musste. Dort konnte sie zunächst über
ihre komischen Gefühle sprechen. Da war jemand, der sie ernst nahm.
Auch die schwierige Situation mit ihrer Mutter kam zur Sprache und
so lernte sie sich selber nach und nach besser kennen.

Sie lernte auf ihre Wünsche und Bedürfnisse achten, lernte diese
überhaupt wahrzunehmen, auszusprechen, sich abzugrenzen und
Nein zu sagen. Auch, wenn das Konflikte nach sich zog. Damit
umzugehen lernen, wurde eine Lebensaufgabe.

Die Beziehung zu Peter hätte sie längst beenden sollen. Für solche
Schritte die Verantwortung zu übernehmen, musste sie noch lernen.

In der Zukunft galt es ein mehr qualitatives denn quantitatives Leben
zu führen. Sensibel abzuwägen, was "schmeckt" und was nicht.
Auch die Verantwortung zu übernehmen für ein klar ausgesprochenes
und gelebtes Nein.


(© Beispiel von Monika Minder 2013)





Weiteres Beispiel Depression
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Walter war ein Frühaufsteher. Als Bauer musste er das sein. Seit
einiger Zeit schon kam er aber fast nicht mehr aus dem Bett. Alles
fand er anstrengender. Sogar die alltäglichen Verrichtungen, die er
vorher mit Links erledigt hatte, wurden zu einer mühsamen Prozedur.
Er schleppte sich förmlich von einer Arbeit zur anderen. Obwohl er
sehr müde war, konnte er nicht mehr einschlafen.

Tagsüber konnte er sich kaum auf die Arbeiten konzentrieren und
er hatte immer wie mehr das Gefühl, dass alles nicht mehr zu
bewältigen war. Er sah nur noch einen grossen Berg von Arbeit
vor sich. Er grübelte, machte sich Sorgen wegen seiner Familie.
Die Frau half, wo es ging, sie war aber ebenso hilflos wie er selber.
Auf das Anraten hin doch mal zum Arzt zu gehen, reagierte er stur.
Das wird schon wieder, sagte er nur.

Es wurde aber nicht wieder, es wurde sogar noch schlimmer. Als
er immer wie mehr alles vernachlässigen musste, ging er zum
Hausarzt. Dieser schickte ihn zu einem Psychiater.




Lebenssituation von Walter
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Walter wollte den Hof eigentlich nie übernehmen. Er war eher der
Handwerker. In seiner Freizeit schnitzte er schöne Figuren aus Holz.
Auch stand er gar nicht gerne früh auf. Er war das, was man eine
Eule nennt. Ein Nachtmensch.

Da sein jüngerer Bruder aber eine akademische Laufbahn einschlug,
blieb ihm nichts anderes übrig als Bauer zu werden. Er versuchte
alles perfekt zu machen, um bei den Eltern auch mal zu einem
Lob zu kommen. Denn diese werteten seinen Bruder immer viel
höher ein. Er war intelligenter und besser. Das musste Walter oft
hören und spüren.



Psychotherapie
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Walter hatte anfangs Mühe über sich und seine Gefühle zu sprechen.
Er merkte aber, dass es notwendig war und ihn langsam befreite.
Er lernte sich selber mehr wertschätzen, seine Fähigkeiten und
Talente wurden ihm bewusster. Was anders war am Anderen,
war jetzt nicht mehr besser, sondern eben nur anders.

Der Hof wurde verpachtet. Walter konnte mir der Familie in der
Wohnung bleiben und die Eltern zogen ins Stöckli.

Walter fand eine 80% Stelle in einer Firma, wo er abwechslungsweise
in Tages- und Abendschichten arbeiten konnte. Das kam seiner
Neigung besser entgegen, und es blieb genug Zeit für Familie und
Hobbie.



(© Beispiel von Monika Minder 2013)




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